Vor einem fast voll besetztem Saal berichtete Bernhard Heuvel in einem kurzweiligen und interessanten Vortrag von den verschiedenen Facetten nicht nur seiner Imkerei. Seine Betriebsweise, manche Erfahrungen und die Konsequenzen, die er daraus für sich gezogen hatte, sorgten für eine angeregte Diskussion. Zum Beispiel, wie alt das Wabenwerk wohl sein darf. Ältere Waben regulieren den Feuchtehaushalt besser, so Heuvel, deshalb beläßt er diese gern im Volk.
Aber auch Themen, wie zum Beispiel seine Königinnenzucht, eigene Erfahrungen beim Füttern der Bienen, unter welchen Umständen die Überwinterung besonders schonend für das Volk vonstatten geht, wurden ausgiebig besprochen.
Ein besonderes Anliegen ist dem Vizepräsidenten des Deutschen Erwerbs- und Berufsimkerbundes (DBIB) und Präsidenten beim Europäischen Berufsimkerverband die Bekämpfung der immer öfter festgestellten Vermischung von Honig mit anderen Substanzen. Diese werden zum Strecken des Produktes der Bienen und so zur billigen Maximierung der Gewinne verwendet.
Noch schwerwiegender, weil für unsere Bienen gesundheitsgefährdend, ist der Zusatz künstlicher, wachsähnlicher Substanzen (Stearin) zum verkauften Bienenwachs. Die daraus erzeugten Mittelwände können zur tödlichen Falle für Bienen werden, da sie im Sommer bei hohen Temperaturen schmelzen können und die Bienen in einem Klumpen Wachs sterben lassen.
Wir bedanken uns bei Bernhard für den anregenden Vortrag und werden sicher noch intensiv diskutieren, inwieweit wir unsere eigene Betriebsweise überdenken sollten.